[Infografikmassaker] Münchner Fußballvereine

Ach München, Du kleines Dorf an der Isar, Du wolltest es mir wirklich schwer machen, hm? Mir möglichst viele Steine in den Weg legen, Dich von Deiner sperrigsten Seite zeigen. Nun, das ist Dir gelungen.

Fangen wir vorne an: Indem ich anfange. Und zwar ganz oben. Erste Bundesliga. Ich notiere die Vereine, die aus der jeweiligen Stadt kommen, aus München in diesem Fall, und gehe eine Liga tiefer. Dann die nächste, 3. Liga. Darauf in die Regionalliga. Es folgt die Oberliga, die hier Bayernliga heißt. Dann die Landesliga, sechste Liga. Das müsste eigentlich reichen. In Berlin reichten die ersten sechs Ligen für die dann auf der Grafik erscheinenden 34 Vereine, in Hamburg waren es sogar 37. In Köln waren es nur 8, aber das ist ja auch die mit Abstand kleinste Stadt, ne?

München: 1. Bundesliga: Bayern München. 2. Bundesliga: Nichts. 3. Liga: 1860 München und Türkgücü. Regionalliga: Nada. Bayernliga: Nope. Landesliga: Nüschte. 3 Mannschaften in den ersten sechs Ligen. DREI. D. R. E. I. Ich habe gleich beim sehr freundlichen @kaffchris nachgefragt, der Münchner ist und sich ein wenig auskennt und der bestätigte. Sicher, im direkten Umfeld des Millionendorfs gibt es noch zwei, drei Vereine, die aber eben nicht auf Münchner Stadtgebiet liegen. Ansonsten sei der FC Bayern Schuld, der alles wegschlucke. Was sicher ein bisschen stimmt, aber der HSV ist in Hamburg auch recht präsent und trotzdem.. (zur Einordnung hilft zu wissen, dass @kaffchris, nun, meines Wissens nach 1860-Fan ist. Was die These an sich nicht schmälern soll.)

Ich suche mich als Folge dessen die weiteren Ligen hinab, drei Bezirksligen bringen weitere elf Mannschaften, das ist nicht viel, hinunter in die Kreisligen also, dreistaffelig, 23 Mannschaften. Das soll reichen. Nächster Schritt: Stadtstruktur. Ich suche a) eine gute Grafik, die mir die Bezirke zeigt (und von mir bearbeitet übernommen werden kann), b) eine Karte, die mir hilft die ergoogelten Adressen zu verorten (Googlemaps hat in allen bisherigen Fällen leicht andere Stadtteilgrenzen als alle anderen Karten, was noch mal ein merkwürdiges Phänomen für sich ist) und c) eine Karte oder Seite, die mir hilft, die Ortsteile, also nicht die Bezirke, zu benennen, in denen die Vereine zu Hause sind. Also, hm, ähm, sag mal, München. Echt? 25 fucking Bezirke? Hamburg hat 7, Köln 9, Berlin 12 und bei Dir ist jeder Hydrant ein eigener Bezirk? Und hat dann, weil ja so kleinteilig gedacht wird, so eingängige Namen wie „Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln“. WAS IST MIT DIR, MÜNCHEN?

An dieser Stelle ein Dank an die Site Stadtgeschichte München, die mir sehr hilfreich dabei war, herauszufinden, in welchem Ortsteil welche Straße liegt (leider nicht als Suchfunktion in der Richtung, aber immerhin, dafür aber noch mit dem Service, jeden Straßennamen zu erklären). Auch wenn ich nicht ganz sicher bin, ob Deine Angabe, der eine Vereine spiele im Ortsteil „Industriebezirk“ so stimmt, aber nun gut, Wikipedia behauptet auch, es gäbe ihn. Auch die anderen Hilfskarten finde ich und kann die Vereine verorten. Wie überall wird auch in München in der Innenstadt kein Fußball gespielt, hier aber ist auffällig, dass der fußballbefreite Teil deutlich größer ist als anderenorts. Vermutlich ist es unbezahlbar, da einen Fußballplatz zu erhalten. Was ebenfalls für teuren Grund und Boden spricht, ist die Tatsache, dass sich deutlich mehr Vereine als anderswo einen Platz teilen.

Widmen wir uns also der schönsten Sache und suchen die Wappen heraus. Das wäre natürlich einfacher, hätten wir es mit höherklassigen Vereinen zu tun, in den Niederungen, in denen wir uns befinden, fehlt oft das Geld für eine gute eigene Homepage, manchmal wird es offenbar auch nicht als wichtig erachtet (Migrant:innenvereine finden sich oft nur auf Facebook), die Quellenlage ist eher mau. Was auch doof ist, um das Gründungsjahr der Vereine zu recherchieren, in ein, zwei Fällen wäre es ohne diese sehr lobenswerte Seite des Bayrischen Fußballverbands, in der alle bayrischen Vereine inklusive ihres Gründungsjahrs zu suchen und zu finden sind (jedenfalls alle, die für mich hier wichtig waren), nicht gelungen.

Zurück zu den Wappen. Der ästhetische Durchschnitt ist, sagenwirmal, durchschnittlich. Was erst mal gut ist. Totalausfälle sind wenige (DJK, Du bist ja eh mehr so eine Sammelorganisation als ein Fußballverein, aber das ist eine Katastrophe. Ach, was sag ich, das ist nicht mal gut genug für eine Katastrophe), dafür einiges mehr an lieblosem Mittelmaß. Nehmen wir zum Beispiel mal die SpVgg 1906 Heidhausen. Das waren mal zwei Vereine, der SC München 06, Heimatverein des Lichtkasperls. Die hatten dieses sehr hübsche Wappen:

Und dann fusionierten sie mit dem FC Haidhausen, seineszeichens Träger eines eher gesichtslosen Najas als Wappen.

Und dann kommt da diese absolute Grausamkeit raus. Tut das denn niemandem weh? Wer hat das erstellt? Und warum? WARUM?

Schönheiten sind sehr wenige dabei. Ich mag das Wappen des TSV Moosach-Hartmannshofen (Stichwort: Industriebezirk) sehr, der mal als TuS Moosach begann, 1938 mit dem SV Hartmannshofen fusionierte und das TuS einfach im Wappen behielt. Ich mag die eigenen Farben und die alte Schriftanordnung. Das Wappen der FT Gern hat was, das P(?) des SVN (das N steht für Neuperlach, das P also vielleicht für Perlach?) atmet sehr heftig spätsechziger Psychedlic. Der Stern von Wacker könnte ein Knaller sein, ist es aber irgendwie nicht, vermutlich wegen des Briefkopfkreises drumherum. Oder weil ich Blau-Weiß als Fußballfarbe nicht allzu sehr schätze, das mag auch sein. Nord Lerchenau und Phönix sind Schätzchen, Herakles könnte auch eins sein, weiß ich aber nicht, weil sich das Wappen nirgendwo im Netz in einer anständigen Schärfe finden läßt. Leute, Leute, das ist doch Euer Verein, der kann Euch doch nicht völlig egal sein.

Apropos völlig egal: Ich glaube, wenn ich Fan eines Vereins wäre, der sich auf der eigenen Homepage mal SV München-Laim und mal SV München Laim schreibt, wäre ich konstant massiv getriggert. Leute, Leute. das ist doch Euer Verein, der kann Euch doch nicht völlig egal sein.

Zu guter Letzt noch eine Frage an unsere Freunde vom FC Hellas. Auf der eigenen Homepage auch mit schwungvollen Worten für den eigenen Verein und dessen lobenswerten Charakter zu werben ist ein völlig legitimes Unterfangen. Aber, nun, also, gibt es dafür einen Grund?

[Infografikmassaker] Hamburger Fußballvereine

Willkommen zur dritten Folge von „Große Städte und ihre Fußballvereine“, werte Wappenkundlerin und werter Leser. Was dem mittlerweile geschulten Auge direktemang im Vergleich zu Berlin, insbesondere aber im Vergleich zu Köln auffallen wird an dieser Grafik zu Hamburger Vereinen und ihren Wappen ist die schiere Menge. Und damit sind wir gleich mittendrin in einer der wichtigsten, von verwirrten Betrachtern und rätselnden Leserinnen immer wieder gestellten Fragen der beiden bisherigen Ausgaben: Wie wähle ich aus, wer kommt auf die Grafik, das sind doch nicht alle Verein oder doch oder wie?

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Nein, natürlich sind das nicht alle Vereine, in Berlin z. B. gibt es ca. 400 Fußballvereine, das wäre eine sehr, sehr große Grafik. Das Vorgehen ist ungefähr so: Ich gehe von oben runter bis ich genug habe. Dabei gibt es keine bestimmte Anzahl, die „genug“ bedeutet, es ist eher ein „zuviel“, welches sie beschränkt. In Berlin hatte ich nach der sechsten Liga, der sonst Landes-, in diesem Fall aber Berlin-Liga genannten Spielklasse 34 Vereine zusammen. In Köln waren es nach der achten, der Kreisliga, erst 24 Klubs. Die Etage tiefer darunter, die zweistaffelige Kreisliga B, das bedeutet 32 weitere Vereine (wenn davon auch einige herausfallen, da 2. Mannschaften von Vereinen, die schon weiter oben auftauchen, nicht wieder aufgenommen werden). Diese noch dazuzunehmen, hätte das alles sehr eng gemacht. Mitten innerhalb einer Liga zu trennen und, sagenwirmal, nur die obersten zehn Vereine dazuzunehmen, kommt gerade in dieser von Corona zerrissenen Saison nicht in Frage.

Hamburg jetzt führte mich zu der Entscheidung, schon nach der 5, der Oberliga mit nur 18 Vereinen Schluss zu machen oder die darunter liegende Landesliga noch dazu zu nehmen, die aber gleich in zwei Staffeln daherkommt, mit insgesamt 21 Vereinen. Was noch mal eine Menge ist. Insgesamt dann 39 Vereine, um genau zu sein, und so eng sieht es dann auch aus. Bei Twitter wurde neulich schon die Frage diskutiert, warum es in der einen Stadt so viele Vereine in der vierten oder fünften oder sechsten Liga gibt und in der anderen nicht und die Antwort darauf scheint kompliziert zu sein: Ligastruktur meets Stadtgröße meets Finanzgefälle Umland vs Stadt meets Stadthistorie. Apropos Stadthistorie: Im Hamburger Fall lässt sich ganz gut erkennen, wo wann die Stadt gewachsen ist, bzw schon war, als der Fußball in unsere Welt kam.

Kommen wir zur schönsten Sache der ganzen Angelegenheit und fürwahr, es ist wirklich schön in diesem Falle. Hut ab, werte Hamburger Fußballvereinsverantwortliche der vergangenen ca. 150 Jahre, das mit den Wappen habt Ihr wirklich gut hinbekommen. Glückwunsch zunächst einmal an den Harburger Turnerbund, nicht nur weil er der älteste Verein ist (jaja: 1865 zwischen zwei Turnvereinen zu diesem fusioniert, die Fußballer wurden erst 1910 gegründet, da wollen wir jetzt mal nicht pingelig sein), sondern auch, weil es offenbar gelungen ist, in all der Zeit den Versuchungen des jeweiligen Zeitgeistes zu widerstehen und das Wappen so zu lassen, wie es schon immer war.

Es gibt einige Wappen, die meiner Vorliebe für klare und schlichte, sich eher an Bauhaus als an Rokoko orientierenden, Vereinsabzeichen sehr nahekommen. Victoria, der SC Sternschanze, dem ETV, das wirklich aufregend mutige Wappen des SV Altengamme sollen hier hervorgehoben werden, aber ganz besonders der HSV, mit seiner ikonischen Raute ohne jeden Text. Bei Barmbek-Uhlenhorst, so muss ich gestehen, habe ich womöglich ein bisschen geschummelt, denn es finden sich zwei Varianten im Netz und womöglich ist nicht das hier abgebildete, sondern dieses mit einem Erklärbärkreis drumherum das ganz offizielle. Aber da BU mir aufgrund eines der besten Vereinssongs der Welt sehr sympathisch ist, nun ja, geschah mir leider dieses Missgeschick, dass ich versehentlich das falsche Wappen und so weiter und so fort.

Wirklich viele Wappen, die aus grafischer Sicht irgendwo falsch abgebogen sind, finden sich nicht. Ein bisschen schmerzhaft ist das Wappen des Wandsbeker Turn- und Sportverein Concordia. Wie es der Name schon andeutet, eine Fusion, erst 2013 entstanden aus dem TSV Wandsbek-Jenfeld und dem SC Concordia. Letztere brachten ihr Wappen mit in der Ehe, ein von einem roten Kreis umrandetes C. Dem C des Charlottenburger SC sehr ähnelnd und vor allem aber mit ähnlich hohem Wiedererkennungswert. Dem natürlich völlig verständlichen Wunsch des Fusionspartners zukünftig auch zu erkennen zu sein, wurde nachgekommen, indem das völlig bedeutungslose Wandsbeker 08/15-Wappen drumherum geklatscht wurde statt z. B. Einfach den roten Kreis grün zu machen. Aber gut, wer weiß, was da für Entscheidungsprozesse eine Rolle spielten.

Wappenfusion am Beispiel des TSV Wandbek und dem SC Concordia

Stellte ich ja damals bei der Berlin-Ausgabe ja die These, dass die Fahnen-Wappen-Häufung darauf hinweise, dass es sich dabei um ein Berliner Phänomen handele (mittlerweile so ein bisschen widersprochen – es gibt auch anderswo Fahnenwappen – , und ein bisschen bestätigt – in der Häufigkeit aber nicht – ), so stelle ich hiermit die These auf, dass die Hamburger Vereine ebenfalls eine Eigenheit haben, nämlich den Hang zum adligen Nachnamen. Sehr, sehr viele Vereine tragen das Jahr ihrer Gründung am Ende des offiziellen Vereinsnamen, aber natürlich, wie könnte es anders sein in Pfeffersackhausen, nicht so einfach wie beim BVB 09 oder Schalke 04, nein, es muss immer noch unbedingt ein „von“ dazwischen. Altonaer FC von 1893. USC Paloma Hamburg von 1909. SC Sternschanze von 1911. Und so weiter. Gibt es sicher auch anderswo, aber in der Häufigkeit nicht.

So weit, so weit, zunächst einmal. Pflegen Sie Ihre Wappen, wo es nur geht. Bis dahin.

[Infografikmassaker] Kölner Fußballvereine

Ja. Ist ja gut. Ich möchte zu meiner Verteidigung nochmals auf das Wappen Eintracht Mahlsdorf verweisen. Man gucke sich das noch mal an. Das war doch wirklich Grund genug, Berliner Fußballvereinswappen grundsätzlich ein paar warnende Worte mitzugeben, Euer Ehren.

Ich Narr.

Hätte ich geahnt, was da auf mich zukommt, hätte ich geschwiegen. Damals. Jetzt muss ich reden.

Fangen wir vorne an: Hatte ich bei Erstellung der Berliner Fußballvereinswappengrafik schon im Kopf, das auch für andere Städte anzufertigen, forderte mich das große Interesse an selbiger geradezu heraus, dieser Idee auch Taten folgen zu lassen. Auch wenn ich nicht glaube, dass eine andere deutsche Stadt oder Region so großes internationales Interesse hervorrufen wird, wie der Groundhopper-Sehnsuchtsort Berlin. Aber lassen wir uns überraschen.

Köln also. Schönste Stadt Deutschlands. Muss ja, ich bin da geboren. Erste Auffälligkeit im Vergleich zu Berlin: Reichten für die Hauptstadt noch sechs Ligen, um auf 34 Vereine zu kommen, brauchen wir bei der viertgrößten Stadt Deutschlands schon acht Ligen, um wenigstens 24 Mannschaften aufzählen zu können. Ich bin nicht in der Lage zu sagen, ob das Aussagekraft über den Verweis auf die Einwohnerzahl (3,8 Millionen vs 1 Million) hinaus hat, glaube aber eher nicht.

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Die Verteilung der Vereine auf die Stadt ist recht gleichmäßig, dass die Innen- also Altstadt ohne Vereine ist, ist recht klar verständlich: Kein Platz für einen Fußballplatz oder gar ein Stadion. Apropos Stadion: Schon in Berlin gab es bei den kleineren Klubs das Problem, dass der eine oder andere an einer anderen Stelle in der Stadt spielt, als das Klubheim steht. Da habe ich dann abgewogen, wo denn wohl eher das Zuhause des Vereins ist und zumeist für den Ort des Vereinsheims entschieden. Home is where your Vereinstresen is. Aber, wie gesagt, das waren kleine Vereine, die in der Not ausweichen mussten. Hier aber haben wir es mit dem prominentesten Fall der Stadt zu tun: Dem ruhm- und ehrreichen 1. FC Köln. Fusioniert aus der SpVgg Sülz 07 (wenig überraschend in Sülz beheimatet) und dem Kölner BC 01 (Klettenberg, Nachbar-Stadtteil von Sülz), das Geißbockheim steht in Sülz, aber, wie jeder weiß, der Verein spielt in Müngersdorf. Als weitere Schwierigkeit in der Verortung kommt dazu, dass, anders als Hertha oder Union in Berlin, der effzeh in der kollektiven Wahrnehmung nicht als Verein einem bestimmten Stadtteil oder -bezirk zugeordnet wird, sondern als gesamtstädtisch empfunden wird. Also: Home is where your Vereinstresen is. Sülz, my love.

Kommen wir zum unangenehmen Teil. Freunde und Freundinnen, Römer und Römerinnen, das ist ganz große Wappenfurchtbarkeit. Hier alle Wappen, die gut bis sehr gut sind: 1. FC Köln (natürlich muss der Geißbock da sein, aber ich mag das eigentliche, alte Wappen, ohne Geißbock, auch sehr), Fortuna Köln, Viktoria Köln, SC Köln West. Pesch (ohne Ring) und Ford-Niehl (ohne furchtbaren FORD-NIEHL 09/52 e.V.-Zusatz) könnten gut sein. Eine kleine Handvoll akzeptabler Wappen. Der Rest ist schlimme Grütze. Ich mein, VfL Rheingold, Ihr habt den besten Vereinsnamen in der Stadt und dann so ein liebloser Quatsch? Was war da los, SV Westhoven-Ensen, was? DSK Köln, Du Verein, der es nicht mal schafft, irgendwo auf der eigenen Homepage zu erwähnen, wofür DSK steht, was soll das? Rondorf, Heimat des 90er-Jahre-Windings-Wappens. Das schlimmste aber ist das Wappen des FC Rheinsüd. Der Verein ist erst 2010 entstanden. Und dann so etwas, das ist doch nicht mal ein Fußballvereinswappen, das ist ein, keine Ahnung, ich weiß in meinem Entsetzen nicht mal, was das ist, was? soll? das? sein? Seid Ihr eine Versicherungsagentur? Ein Computerteile-Hersteller?

Das „Neu gegründet und neu gestaltet und trotzdem okay“ geht, zeigen übrigens die SpVg Rheindörfer und Prometheus Italia, die lustigerweise eine griechische Fahne im Wappen haben, weil sie bis vorletztes Jahr GSV Prometheus Porz hießen, wobei das G für Griechisch stand. Naja, ob Griechenland oder Italien, Hauptsache Porz.

Ich kann zwar solche Grafiken wie diese hier, aber in Sachen Wappen- und Logodesign bin ich nicht sonderlich gut, da sind andere gestalterische Fertigkeiten gefragt. Ansonsten würde ich es ihnen allen anbieten, ein Neues zu basteln. Für umsonst. So schlimm ist das.

Aber gut, es hilft ja nichts. Genug der Wappenbeschimpferei. Bleiben Sie mir gewogen und schalten Sie wieder ein, wenn ich den Wappen einer anderen Stadt die Leviten lese.

[Update: Das Kölner Ligensystem ist nicht auf Köln alleine beschränkt, sondern auf große Teile des Umlandes. Das macht es, wenn man sich in den Niederungen nicht so gut auskennt, etwas unübersichtlich. Leider ging mir dadurch durch die Lappen, dass in der Kreisliga A, Staffel Rhein-Erft, zwei weitere Kölner Vereine spielen: Der SV Weiden und der SV Lövenich-Widdersdorf. Beide sind jetzt hinzugefügt. Das Wappen des SV Lövenich-Widdersdorf beachten wir am besten gar nicht, das ist besser für uns alle.]