Eine Trainerdiskussion erreicht den Kölner Stadt-Anzeiger

War ja irgendwie klar. In der Bundesliga wechseln die merkwürdigsten Trainer zu den merkwürdigesten Zeitpunkten zu den merkwürdigsten Vereinen, überall ist Aufregung, Verwirrung, Chaos. Drei Eigenschaften, in denen bislang der 1. FC Köln ziemliche Alleinherrschaft inne hatte. Und nun kommen diese Emporkömmlinge aus München, Gelsenkirchen, Hamburg und Wolfsburg daher und machen dem FC das letzte Gebiet streitig auf dem er noch Nummer 1 ist. So geht das nicht!!!11einself

So oder so ähnlich jedenfalls muss es durch das Hirn der Redakteure des Kölner Stadt-Anzeiger wabern. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass das Blatt seit gestern mittag in drei Artikeln und Kommentaren plötzlich und aus dem Nichts Panik verbreitet.

Der Hintergrund der Sache ist einfach erzählt: Seit seinem Amtsbeginn erzählt Trainer Schaefer wieder und wieder, wenn er gefragt wird, dass sich Verein und er darauf geeinigt hätten, sämtliche Gespräche über die nächste Saison auf jenen Tag zu verlegen, an dem klar ist, in welcher Liga der 1. FC Köln in dieser nächsten Saison spielen wird. Er sagt natürlich: Wenn der Klassenerhalt sicher ist. Meint aber dasselbe. Bis dahin sei, so Schaefer, die Zukunft seiner Person nebensächlich, es gelte jetzt – und eben bis zu jenem Zeitpunkt – volle Konzentration auf die sportliche Situation des FC.

Er sagt dies mit dem selben ernsthaften und aufrichtigen Gesichtsausdruck und mit dem selben klaren Nachdruck in der Stimme mit dem er auch, immer sehr auf den Punkt, die Spiele seiner Mannschaft analysiert. Er meint das so: Erst der Verein, dann ich.

Nun hat der Kölner Stadt-Anzeiger am gestrigen Freitag ein Interview mit Geschäftsführer Horstmann veröffentlicht, in dem dieser, neben allerlei Lob für Schaefer, exakt das selbe sagt: „Vor Weihnachten haben wir in einem Gespräch die Vereinbarung getroffen, dass wir in dieser Saison ein Ziel haben: den Klassenerhalt. Und dass wir, wenn dieses Ziel erreicht ist, über die weitere Zusammenarbeit reden. Es spricht für die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten – seit dem 1. Februar auch von Volker Finke – dass wir das so getan haben. “

Es scheint, als werde ein Traum wahr: Der Verein besinnt sich. Schafft Prioritäten – erst diese Saion in trockene Tücher bringen, dann die nächste Saison angehen. Miteinander am selben Strang ziehen.

Das scheint eindeutig zuviel Harmonie für den Kölner Stadt-Anzeiger zu sein. Das Interview mit Horstmann wird überschrieben mit „Kein Bekenntnis zu Schaefer“ – Dass es stattdessen ein klares Bekenntnis dazu gibt, sich an den gemeinsam verabredeten Plan zu halten, wird übersehen.

In einem weiteren Artikel heißt es dann: „Die Trainerdebatte der Bundesliga erreicht auch den 1. FC Köln“ – Was allerdings blanker Dummfug ist. Die Trainerdebatte der Bundesliga hat die Redaktion des Kölner Stadt-Anzeiger erreicht, nicht mehr, nicht weniger.

Das 20 Stunden Nicht-Testspiel

Am übernächsten Wochenende ruht der Spielbetrieb in Liga Eins und Zwei, auf dass sich die Länderauswahlen aus Europameisterschaftsqualifikationsgründen treffen können. Ein guter Augenblick ein kleines Testspiel zu veranstalten, dachte sich der 1. FC Union Berlin und gab gestern um 15:00 Uhr bekannt, dass sich die Eisernen an jenem Freitag messen wollen – mit niemand geringerem als RedBull Leipzig.

RedBull Leipzig, der Verein der offiziell natürlich nicht RedBull sondern RasenBallsport heißt, der „Verein“, in dem man nicht Mitglied werden kann, weil Vereinsmitglieder nur stören, das seelenlose Franchiseunternehmen, das nicht mal über eigene Vereinsfarben, -wappen oder -trikots verfügt. Der Parasit im Fell des Fußballs, dessen leider wahrscheinlicher Siegeszug verbrannte Erde hinterlassen wird.

Dieser „Verein“ wird nicht gerne gesehen in Köpenick, so musste Unions Vereinsführung schnell einsehen: Kaum verkündet wuchs der Online-Widerstand. Im Unionforum wie auf Facebook wurde einhellige Ablehnung laut, Boykott- und Alternativpläne geschmiedet. Sehr deutlich, sehr entschlossen, sehr schön.

Und, und das ist das schönste: Mit Erfolg. Rund zwanzig Stunden nach Verkündung des Testspieltermins folgte die Absage: „Nicht alles, was aus sportlicher Sicht sinnvoll erscheint, passt zu Union. Das Präsidium steht in der Gesamtverantwortung für den Verein und muss mehr berücksichtigen, als die Bedürfnisse einzelner Abteilungen. Es hat deshalb entschieden, dieses Spiel abzusagen.“ so Präsident Zingler. Ein deutliches Zeichen in Richtung Fans, dass die Botschaft angekommen ist.

Ein deutliches Zeichen auch, dass es Zingler und seinen Kollegen ernst ist, wenn sie sagen, dass Union anders funktioniert.

Yes, Sir. Danke schön.

P.S.: Das textilvergehen hat sich natürlich auch mit dem Thema beschäftigt, vor allem aber mit der Frage, ob die Art und Weise der Absage so richtig war.

[In Search of] Das Konzept

Einen Fußballverein zu führen, und damit ist nur mittelbar der Umgang mit den Mitgliedern und deren Ansprüchen gemeint, ist eine komplizierte Aufgabe und sie wird mit Fortschreiten des Zeitlaufs nicht weniger kompliziert. Im Gegenteil, diese Saison, mit ihren sich in der Tabelle niederschlagenden Kapriolen und den daraus erwachsenen Erwartungen und Forderungen zeigt, dass sich die Anforderungen verändert haben und weitaus komplexer geworden sind.

„Der Erfolg gibt immer recht“ ist eine beliebte und natürlich trotz ihrer Klischeehaftigkeit auch heute noch stimmende Fußballfloskel. Ein Verein, dessen Mannschaft die Meisterschaft gewinnt, hat alles richtig gemacht. Gelingt ihm das nur alle zehn Jahre oder gar noch seltener, sowieso. Ein Ausnahmejahr, in dem ein Rädchen ins andere griff, ein Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Ein Verein, der häufiger zu höchsten Ehren kommt, in Deutschland wäre das nur der FC Bayern München, braucht wohl möglich mehr als den Titel um zu dem Urteil „Alles richtig gemacht“ zu kommen, aber auch da überdeckt dieser Erfolg so manches. Verständlich, schließlich ist es Ziel eines Sportvereins Titel zu gewinnen.

So war es. So ist es nicht mehr.

Wer die Diskussionen der Anhänger kriselnder Vereine in dieser Saison verfolgt hat, bemerkt einen fulminanten Paradigmenzuwachs. Nicht mehr nur der Erfolg und vielleicht als Luxuszusatz noch das attraktive Spiel werden eingefordert und Vereins- sowie Mannschaftsführung daran gemessen, sondern weit mehr als nur das: Ein Konzept muss her.

Macht man sich Gedanken darüber, was genau dieses Wort umschreibt, gerät man jedoch in schwammige Gefilde. Oberflächlich lässt sich noch ein klares und einfaches Ziel formulieren: Der Aufbau einer in sich funktionierenden Mannschaft, die eine bestimmte Art Fußball spielt. Klingt erst mal gut, ist aber bei genauerer Betrachtung nichts neues, im Gegenteil, das ist eine Erkenntnis, die so alt ist, wie der Ball rund ist. Der Trainer baut aus vorhandenem Spielermaterial und seinen Vorstellungen von erfolgreichem Fußball eine Taktik, die dann idealerweise von der Mannschaft Erfolg bringend auf dem Feld umgesetzt wird.

So weit, so alt. Fraglich an dieser Stelle ist nur der Sinn der deutschen Einrichtung eines Managers, der dem Trainer dann gerne Spieler vor die Nase setzt, die dieser partout nicht gebrauchen kann.

Das Konzept aber ist offenbar weit mehr als das. Es umfasst mehr als eine Mannschaft, die über eine, vielleicht zwei Saisons sportlich gut miteinander harmoniert. Eine Spielidee soll entwickelt werden, die unabhängig von den Spielern funktioniert, die mehr ist als bloße Taktik, mehr als eine Frage des Spielsystems, eine Philosophie möglicherweise gar. Sie soll nicht jede zweite Saison gewechselt werden, denn auch die, heutzutage nicht nur weitaus wichtigere, sondern auch viel umfangreichere, Jugendarbeit soll auf sie ausgerichtet werden. Im Idealfall, so der fordernde Fan, soll sie nicht nur Handschrift, sondern auch Aushängeschild des Vereins sein. Und dies über Jahre hinweg.

Eine übergeordnete Idee von Fußball also, der sich alles unterordnet: Spielerauswahl, System, Taktik, Jugendarbeit. Daraus wird schon deutlich, dass diese Philosophie nicht alleine vom Trainer entwickelt werden kann, denn selbst im Erfolgsfall ist ein Verbleiben des Trainers über eine Zeitpunkt, der lang genug ist um zu prägen, nicht garantiert. Und „Beim nächsten Trainer alles anders“ ist ja eben genau das, was Das Konzept verhindern soll. Stattdessen muss hinter einem solchen langfristigen Aufbau also die Vereinsführung stehen, namentlich der Sportdirektor, Manager, whatever you name it. Dieser müsste also im Idealfall den passenden Trainer zum passenden Konzept finden. Schwierig genug. Der dann wiederum in Zusammenarbeit mit dem ersten die Spieler, mit denen er zusammenarbeiten kann. Und dies üblicherweise unter nicht einfachen finanziellen Bedingungen.

Aber selbst wenn wir mal annehmen, dass diese formalen Rahmenbedingungen gegeben wären, so kratzt das alles nur an Äußerlichkeiten, eben den Rahmenbedingungen. Was die Heilsversprechung „Das Konzept“ ja vor allem in sich birgt, ist Erfolg. Und zwar kein zusammengemauerter und zufälliger, sondern erspielter und geplanter. Kann man sich ein Konzept vorstellen, das nach Rehhagelschen Maximen darauf setzt eine Fußballphilosophie zu etablieren, deren Ziel ist, dass die Null steht und auch ansonsten auf die Defensive als zentrales Moment setzt? Oder ist es nicht vielmehr so, dass der Sehnsucht nach dem Konzept auch immer der Gedanke an holländisch-katalonisches Totaalvoetbal oder aber wenigstens an gepflegtes und attraktives Kurzpassspiel im Freiburger Stil der Neunziger Jahre anhaftet?

Nehmen wir an, dem wäre so, so muss die Vermutung naheliegen, dass sich hinter der Forderung nach einem Konzept nichts weiter als die ureigenste Hoffnung aller Fußballfans verbirgt: Größtmöglichem Erfolg mit höchst attraktivem Spiel beizuwohnen.

Bezieht man diese Gedanken auf die turbulente erste Bundesliga derzeit, sieht man, dass so manches von diesen theoretischen Gedanken auf der Strecke bleibt: Gewiss, Borussia Dortmund. Das sieht alles recht gut aus: Attraktiver, sehr gut organisierter Fußball, der ohne große Stareinkäufe funktioniert und sehr erfolgreich ist. Aber inwieweit der BVB in der Lage sein wird, aus diesen zarten Anfängen einen dauerhaft auch über die nationalen Grenzen hinweg erfolgreichen Fußball zu entwickeln, steht noch in den Sternen.
Das Negativbeispiel – jedenfalls aus der Bundesligaspitze – stellt hingegen sicher Bayern München dar, fragt man die Anhänger: Kopf- und konzeptlos sei es, Louis van Gaal zu entlassen, klagte so mancher, jedenfalls in den Tagen vor dem verlorenen Champions League Achtelfinale. Ausgerechnet nämlich van Gaal sei der einzige im Verein, der eine Idee habe, einen Plan, ein Konzept eben. Interessant dabei sind zweierlei Dinge: Zum einen wurde van Gaal noch vor nicht allzu langer Zeit vorgeworfen, keinen Plan B zu haben, quasi ein Alternativkonzept. Zum anderen sind die Bayern leidgeprüfte Zeugen, dass ein Konzept nicht alles ist, eine Idee, die weit über taktische Fragen hinaus ging, hatte Jürgen Klinsmann nämlich sehr wohl. Nur mangelte es anscheinend an Fachwissen, dieses auch umzusetzen. In anderen Fällen, Bayern, Wolfsburg und nun auch Schalke 04 können ein Lied davon singen, gibt es noch ganz andere Faktoren, wie zum Beispiel den menschlichen Umgang. Was nützt das beste Konzept, so fern Felix Magath denn eines hatte, wenn binnen kürzester Zeit die Spieler den Aufstand wagen? Und spätestens, wenn die sportlichen Ziele vollends aus den Augen verloren gehen, ob das nun die Nicht-Qualifizierung für einen Europäischen Abstieg sei oder der Abstieg, gibt es hierzulande kaum jemanden, der das Rückgrat hat, am Konzept festzuhalten.

So bleibt alles konfus und weitestgehend konzeptlos. Der Wunsch, die Arbeit der Vereinsführung möge sich ergänzend und befruchtend darstellen, möge einer langfristigen Linie folgen ist verständlich – auch ich hab diese Forderung schon oft genug gestellt, nicht zuletzt hier im Blog. Das dahinter eine nur selten erfüllte Hoffnung auf eine Heilsversprechung steckt, scheint mir nach genauerer Betrachtung allerdings nicht weniger wahrscheinlich.

Meine 18 bis Katar (Kaum plagiiert)

Ich gehöre ja, wie Ihr, werte Leser, gefälligst auch, zu den regelmäßigen Lesern des wunderfeinen Blogs angedacht des Herrn Kamke, Heinz. Dieser hat nun heute die von allen Fußballfans sicher schon mal hin und hergewogene Frage in seinem Blog beantwortet, wie sie denn aussähe, die 1. Bundesliga, ginge es nur nach den eigenen „völlig willkürlichen tendenziell nostalgischen Kriterien“. Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt.

Dass der Herr von und zu Kamke just in diesen Tagen auf solcherlei Gedanken verfällt, ist, zumindestens für mich, der ich einen Verein im Herzen trage, der in den vergangenen Jahren häufig mit ansehen musste, wie andere Mitkonkurrenten die Klasse hielten, während er selbst den Bach hinunter ins Unterhaus glitt, verständlich: der Mann ist Anhänger des VfB Stuttgart. Schlimmer werden solche Miseren, was ja eigentlich schon kaum möglich ist, dann dadurch, dass andere Vereine mühelos die Klasse halten, die da wirklich nichts zu suchen haben. Gefühlt jedenfalls. Und darum geht es hier, und um nichts anderes.

Das schlimme an der Kamke’schen Liste ist jedoch, dass dort Namen auftauchen, die dort wirklich nichts zu suchen haben. Ein eindeutiger Fall von Fehlfühlung, wissenschaftlich unter keinen Umständen haltbar, vermutlich irgendwo abgeschrieben. Hier kommt also die wahre Liste aller 18 Erstligisten-die-da-hingehören (in keiner bedeutsamen Reihenfolge):

1. FC Köln.
Was soll ich sagen? Und jedes dritte Jahr Meister. Ja, nur jedes dritte Jahr: Ich will mich ja noch freuen können und nicht wie die Bayern Fans heutzutage den Erfolg gar nicht mehr wertschätzen können.

Borussia Dortmund.
Wie heinzkamke schon zu recht sagt: Dieses Stadion gehört in die erste Liga. Der Verein auch. Sondervoraussetzung ist allerdings, dass Dortmund fortan ausschließlich mit UHU Werbung auf den Trikots spielt.

Schalke 04.
Zu Schalke hab ich ein gespaltenes Verhältnis, aus diesem oder jenem Grund. Für Schalke spricht allerdings einiges, zum Beispiel die Tatsache, dass Klaus Fischer dort seine besten Zeiten hatte und den fand ich damals toll noch bevor ich irgendeinen Verein in mein Herz schloß.

VfL Bochum.
Müßte ich mich allerdings auf einen Ruhrgebietsverein beschränken, so wäre es Bochum. Klein, das Klischees des Malochers vollends ausfüllend, erfolglos. So geht Ruhrgebiet.

Werder Bremen.
Nicht nur aufgrund des sich seit rund 30 Jahren immer wieder einstellenden Erfolgs gegen alle Marktgesetze (Wenig Geld, wenige Trainer) – Bremen ist sympathisch. Was manchmal auch eher nett ist. Und nett ist belanglos. Aber trotzdem.

HSV.
Als Fan eines Vereins, der zu den letzten drei unabsteigbaren gehörte, fällt es mir schwer, den einzigen Verein, der nie nicht in der ersten Liga spielte, zwangsabsteigen zu lassen. Und so ein bißchen ewigt schweiternde Arroganz braucht so eine Liga ja auch, der FC wird ja jedes dritte Jahr Meister.

FC St. Pauli.
Ja, der erste Grenzfall. St. Pauli ist sowohl gefühlter Erstligist als auch gefühlter Zweitligist. Letzteres vielleicht noch mehr. Aber wie soll ich zu Auswärtsspielen ans Millerntor fahren, wenn die gar nicht ind er ersten Liga spielen? Na? Eben.

Eintracht Braunschweig.
Wer selbst in der dritten Liga immer für ein volles Haus in einem Stadion ohne Komfortzonen sorgt, gehört da nicht hin. Sondern in die erste Liga. Und die Vergangenheit war auch schön.

1. FC Magdeburg.
Wer wenn nicht der Gewinner des Europapokal der Pokalsieger 1974 könnte die Region besser vertreten? Außerdem: Mit dem Erfolg gehen die Flachpfeifen weg. Husch, husch.

Carl-Zeiss Jena.
1981 den Europapokal, den Magdeburg sieben Jahre zuvor gewann im Finale verloren. Mit dem Trainer Hans Meyer. In Düsseldorf. Das tut weh, das rührt Mitleid. Außerdem mag ich das Stadion. Und die Stadt. Und die Gegend, rein optisch jedenfalls.

Eintracht Frankfurt.
Um das mit der scheiternden Arroganz nicht ganz dem HSV überzubügeln. Ganz eindeutig ein Verein der Marke: Die gehören da einfach hin. Ins graue Mittelfeld der ersten Liga.

Kickers Offenbach.
Um der Eintracht hin und wieder die Suppe zu versalzen. Außerdem mochte ich diesen Verein schon immer, ich weiß nicht wieso, ob des hübschen Namens, der hübschen rot-weiß gestreiften Trikots oder des schönen Stadions wegen. Auch egal, rin damit.

VfB Stuttgart.
Für heinzkamke natürlich ein Muss, für mich eher ein Wackelkandidat, was aber viel mit meiner gesunden högschtgesunden Abgneigung gegen Schwaben zu tun hat. Aber die Trikots mit dem ewigwährenden Brustring, die sind hübsch.

SC Freiburg.
Aus historischer Sicht vielleicht nicht unbedingt eine Selbstaufstellung, aber Freiburg hat sich verdient gemacht, am Fußball und am Verständnis desselben.

Bayern München.
Werden allerdings nur im erlauchten Kreis akzeptiert, wenn sie diese egomane und unsoziale Wir-werden-dauernd-deutscher-Meister-Masche unterlassen. Dann führt wohl kein Weg an ihnen vorbei.

1860 München.
Um ehrlich zu sein: Es war noch ein Startplatz frei und wollte sich nicht füllen. Und 1860 kommt am ehesten als potentiellen Nachrücker in Frage. Bedingung ist natürlich, dass ab sofort nur noch im Grünwalder Stadion gespielt wird, das ist ja wohl klar.

Borussia Mönchengladbach.
Kommen wir zur ersten kleinen Überraschung. Die Bökelbauern schaffen es tatsächlich in die Liste. Und sei es nur um der laufenden Werbemaßnahme vom Bayerkreuz zu zeigen, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, auch bei den Erzfeinden. Logisch ist natürlich, dass Gladbach jedes Spiel gegen den FC verlöre und jedes Jahr gegen den Abstieg spielte, selbst wenn es den gar nicht gibt.

1. FC Union Berlin.
Ja, da werden sich einige wundern. Die einen, vermutlich eher Union-Fremde, dass der Name jetzt erst kommt, die anderen, vermutlich eher Union-Freunde, dass ich es Union zumuten will, in der bunten Kommerzliga zu spielen, statt im hübschen Unterhaus, wo sie zumindestens historisch sicher auch eher hingehören. Aber naja, wenn ich nun mal hier und jetzt festlegen muss, wer für alle Zeiten zu jenen Mannschaften gehört, die Meister werden könnten, kann ich Union nicht weg lassen.

Et Voila. Viel logischer und sinnvoller, wie ich finde. Eindeutig. Doch vergleichen Sie selbst.

Die gleichen Gedanken haben sich neben heinzkamke auch noch gemacht:
catenaccio
nedsblog
stadioncheck
stadtneurotiker
spielfeldrand
tinnef
xxlhonk
reeses sportkultur
der übersteiger
fernglas fcb

Und natürlich sind alle anderen auch aufgefordert, sich ähnliche Gedanken zu machen.