Wenn Götter irren…

.. gibt es richtig was auf die Nase.

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Argentinien, unter Neu-Trainer Maradona mit drei Siegen in drei Spielen gut gestartet, wird vom Vorletzten der südamerikanischen WM Qualifikationsgruppe Bolivien mit einem debakulösen 6:1 nach Hause geschickt.

3600 Meter über dem Meeresspiegel liegt La Paz, der gestrige Spielort. Da kann jemandem, dessen Körper nicht gewohnt ist, in dieser Höhe Leistungssport zu betreiben, schon mal die Luft ausgehen. Betrachtet man allerdings die pomadige Art und Weise in der die argentinische Abwehr das ganze Spiel über durch die Gegend stolpert, so kommt man zu dem Schluß, dass La Paz wohl doch noch ein paar Kilometer höher liegen muß. Einer der drei Neuen im Team im Vergleich zum Spiel gegen Venezuela war übrigens Martin Demichelis, der nahtlos an seine miserablen Vorstellungen im Bayern Trikot diese Saison anknüpfte.

Aber nicht nur die schlichtweg nicht existente Abwehrleistung war Grund für die historische Niederlage. Torwart Carrizo, bei Lazio Rom zur Zeit nur auf der Bank beheimatet, zeigte ein ums andere Mal, daß es Menschen durchaus möglich ist, langsamer zu fallen als die vielbeschworene Bahnschranke. Lionel Messi war offensichtlich noch erschöpft von seiner Gala am vergangenen Samstag. Ángel di María hatte schon fünf Minuten nach seiner Einwechslung keine Lust mehr und senste seinen bolivianischen Gegenspieler derart unmotiviert und brutal um, daß dem Schiedsrichter keine Wahl blieb als ihn frühzeitig vom Feld zu schicken. Und des Trainers Entscheidung, vom gut funktionierenden 3-4-3 auf ein 4-4-2 umzustellen und Argentinien damit um den Traumsturm Messi – Tevez – Agüero zu berauben, muss wohl ebenfalls als Fehler angesehen werden.

Wer wollte einem Gott schon widersprechen?

(* Ich hab mich geirrt und muß dafür bezahlen)

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