Frankfurter Fährmann

Der Zwanzigjährige Ralf Fährmann, seines Zeichens 2. oder 3. Torwart des FC Schalke 04 (hinter Manuel Neuer und, mal so, mal so, hinter oder vor Matthias Schober) wechselt zu Eintracht Frankfurt.

Das ist ärgerlich, denn der talentierte Torwart stand kurz davor, zum FC zu wechseln. Ein wenig abenteuerlich liest sich seine Begründung aber, wie ich finde: „Es war zwischen Frankfurt und Köln eine hauchdünne Entscheidung. Wichtig war für mich die Frage, wo ich nächste Saison auf jeden Fall spielen kann. Und da scheint mir die Chance in Frankfurt größer“.

Sicher, bei FC gibt es Faryd Mondragon, dessen Vertrag sich wohl aufgrund seiner Einsatzzeiten um ein Jahr verlängert, aber der Mann ist 37 – spätestens am Ende der nächsten Saison ist Schluß. Bei Frankfurt hingegen balgen sich seit Jahren die gleichwertigen und soliden Torwärte Oka Nikolov und Markus Pröll um das Trikot mit der Nummer 1.

Warum Fährmann nun glaubt, da bessere Chancen zu haben, ist mir recht schleierhaft. Es sei denn natürlich anderes gab den Ausschlag.

4 Antworten auf „Frankfurter Fährmann“

  1. Anscheinend wurden da die Prioritäten des Managements tatsächlich gebündelt. Auch hier nochmal die Nachricht aus dem Express-Ticker: +++10:13 09.01.2009: Meier im Poldi-Stress. Dirk Lips (Berater des nach Frankfurt gehenden Ralf Fährmann) wollte ihm die Absage persönlich mitteilen – er erreichte Manager Meier nicht. +++

    1. Ja, wie schon bei Dir angemerkt, ist das eine Befürchtung, die ich auch habe. So sehr ich eine Rückkehr Podolskis begrüßen würde – es wird auch den einen oder anderen Nachteil geben, beim dem die sportliche Leitung höchst wachsam sein muss. Vor lauter Poldimania den Rest der Mannschaft nicht aus den Augen zu verlieren, gehört dazu. Aber daß es sich hier um einen solchen Fall handelt, ist Spekulation.

  2. Versteh ich auch nicht – die Begründung, meine ich.

    Grundsätzlich mag es gute Gründe geben, nicht nach Köln, sondern nach Frankfurt zu wechseln (für mich persönlich hieße der wichtigste Christoph Daum, aber das ist ein anderes Thema); doch zu glauben, er setze sich spielend gegen Pröll und/oder Nikolov durch, ist für einen -sehr talentierten- 20-jährigen durchaus gewagt. Torwart halt.

    Kann mir schon vorstellen, wie von Effzeh angedeutet, dass die Prioritäten im Kölner Management derzeit an anderer Stelle liegen. Aber Fährmann hätte dem FC bestimmt gut zu Gesicht gestanden.

    PS: ist es normal, dass mein Kommentar komplett weg ist, wenn ich mich beim verzerrten Wort vertippe?

    1. Wie oben schon angedeutet, halte ich auch für gut möglich, dass der Fährmann Transfer daran gescheitert ist, daß Meier derzeit anderweitig beschäftigt ist. Und sei es nur deswegen, weil Frankfurt mehr Zeit hatte, um dem Spieler deutlich zu machen, daß er wirklich wirklich gewollt ist. Aber wir können auch falsch liegen – vielleicht ist ihm auch von Frankfurter Seite aus versprochen worden, daß er nächste Saison definitiv Nummer 1 ist – ein Versprechen, daß ich mir beim FC mit dem Konkurrenten Mondragon nicht vorstellen kann.

      Was das Captcha (das verzerrte Wort) angeht, bin ich mir nicht sicher, aber ich fürchte, dass das normal ist – ich werde es mal überprüfen, danke für den Hinweis.

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